Tauchen mit Kindern: Was zu beachten ist

Die Unterwasserwelt ist faszinierend. Wer sie erkunden will, muss zuvor eine fundierte Taucherausbildung bestehen.

(Magdeburg, 24. Februar 2015) „Es ist wunderbar dreidimensional im Wasser zu schweben, wenn man es richtig gelernt hat sich im Wasser zu bewegen“, versucht Norbert Wenzel vom Magdeburger Tauchsportverein Delphin in Worte zu fassen, was ihm am Tauchen fasziniert.

„Es ist einfach toll in die Unterwasserwelt  abzutauchen, die die meisten Menschen nur aus dem Fernseher kennen“. 

Seit 12 Jahren taucht der Familienvater – nicht nur allein –sondern gern auch gemeinsam mit seiner Frau und seiner Tochter.  Ein beliebtes Ziel ist das Rote Meer. Es ist in wenigen Stunden zu erreichen, dass Wasser ist warm und es gibt viele bunte Fische zu bestaunen.  Zudem sind  viele Hotels mit Tauchbasen vorhanden. Aber auch Steinbrüche und Baggerseen in der Nähe  können reizvoll sein, es kommt ganz  auf die Sicht und Wassertemperatur an. 

Doch wer ein richtiger Taucher werden will muss eine gründliche Taucherausbildung absolvieren. Zunächst sind Freigewässer tabu.  Kinder  dürfen nur in Schwimmhallen oder schwimmbadähnlichen Gewässern auf Tauchgang gehen. „Meine Tochter war 14 Jahre alt, als sie mit dem Tauchen begonnen hat. Das fand ich ein ideales Alter“, meint Wenzel.  Einen schnellen 3-4 Tage Tauchlehrgang während des Urlaubs hält er für unzureichend um ein selbstständiger Taucher zu werden. Zudem sei  er mit rund 350 Euro pro Person auch sehr teuer.

Beim Tauchsportverein Delphin können Kinder ab 11 Jahre  das Kindertauchen erlernen. Der Verband Deutscher Sporttaucher empfiehlt aus medizinischen Gründen für das Tauchen mit Atemgerät ein Mindestalter von 8 Jahren. Davor können Kinder ab 6 Jahren das Schnorcheltauchen erlernen. Das „richtige“ Sporttauchen ist ab 14 Jahre möglich.

Die Tauchausbildung ist in einen praktischen und theoretischen Teil  gegliedert. Wichtige Ausbildungsinhalte sind die Orientierung im Wasser, der Umgang mit dem Atemgerät, Regeln während des Tauchgangs und Wissen über die Pflanzen- und Tierwelt im Wasser.

Da das Tauchen gerade für Kinder besondere Anforderungen an Körper und Geist stellt, gibt es strenge Vorrausetzungen und Richtlinien, um die Gesundheit des Kindes nicht zu gefährden:  Das Kind muss aus eigener Motivation das Tauchen erlernen wollen. Ein Kinderarzt, idealerweise mit tauchmedizinischer Weiterbildung, muss vor Beginn der Ausbildung  die Tauchtauglichkeit bestätigen. Zudem muss die Einverständniserklärung der Eltern vorliegen. Kinder dürfen nur in geringen Tiefen und nur mit zeitlicher Begrenzung tauchen.  Sie werden immer von ihrem Tauchlehrer begleitet. Außerdem muss das Kind schwimmen können.

Der TSC Delphin gewinnt seinen Nachwuchs unter anderem aus der Kooperation mit der Wasserwacht, wo man zum Beispiel das Rettungsschwimmen erlernen kann. 

Hinweis
Dieser Artikel wurde im Magdeburger Familienmagazin ottokar veröffentlicht.

Florian Schreiter

Florian Schreiter ist Journalist und Storyscout. Er sucht nach Geschichten die etwas bewirken, die Impulse und Orientierung geben, Mut machen oder einfach nur unterhalten. Kontakt: fs@berichtenswert.info

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