Kilenda: Es begann mit einer „verrückten“ Idee

Der Marketing Club Magdeburg lud zum Clubabend ein. Die Gäste erfuhren wie sich das Start-Up Kilenda von einer „verrückten“ Idee zu einem erfolgreichen Unternehmen entwickelte.

(Magdeburg, 14. Mai 2019) „Bei hippen Start-Ups wird sich geduzt, also machen wir das  auch “, stellten Sebastian Nordenbruch und Sarah Poschag gleich zu Beginn ihres Vortrages klar. Damit wäre das erste gängige Klischee über Start-Ups erfüllt. Aber kein Ding, die meisten Mitglieder und Gäste des Marketing Clubs Magdeburg duzen sich eh untereinander, denn in lockerer Atmosphäre lässt es sich einfacher Netzwerken. Die Bar Xampanyeria am „Hassel“ bot eine kuschlige Duz-Atmospshäre mit spanischen Flair bei Wein und Tapas.

Sarah Poschag und Sebastian Nordenbruch sind bei Kilenda für das Marketing zuständig. Das Start-Up aus Magdeburg vermietet im Kerngeschäft Kinderkleidung und Spielzeug und seit neustem Damenmode. Sie zeigten auf, wie sich mit gezieltem Marketing aus einer „verrückten Idee“ ein wachsendes Unternehmen mit 4000 Kunden in Deutschland und Österreich entwickelte.

Kinder wachsen schneller aus ihren Sachen heraus als es die ökonomische und ökologische Vernunft gebietet.

Viele Sachen sind noch zu gut um sie wegzuwerfen, aber ohne große Mühen einen Abnehmer zu finden, ist oft gar nicht so einfach. (Im Internet kursieren zahlreiche Erfahrungsberichte von genervten Müttern zu diesem Thema, einfach mal googeln.) Die Idee Kindersachen zu vermieten, scheint also gar nicht so verrückt zu sein. Aber kann sich daraus ein dauerhaft tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln?

Die Gründer von Kilenda haben es vor rund sechs Jahren einfach ausprobiert. Sie haben ohne großen Aufwand einen Onlineshop gebaut, Sachen von H&M gekauft, abfotografiert, online gestellt und geschaut was passiert. Erst bei Nachfrage wurden die benötigten Kindersachen nachgeordert. Und siehe da, das Interesse war so groß, dass  rund ein Jahr nach dem Start des Experiments Investoren, Zulieferer und externe Berater gesucht wurden, um das ganze professionell aufzuziehen. Der Erfolg nahm Fahrt auf, so einfach kann gründen sein.

Florian Schreiter

Florian Schreiter ist Journalist und Storyscout. Er sucht nach Geschichten die etwas bewirken, die Impulse und Orientierung geben, Mut machen oder einfach nur unterhalten. Kontakt: fs@berichtenswert.info

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